
Story - Serie und Film
Die Grundzüge der Story sind von einem Team von Autoren definiert d.h. die Serie wird einen durchgehenden Handlungsbogen mit einigen festen Hauptdarstellern aufweisen. Wie auch in heutigen Fernsehserien gibt es Akteure, die in Action und Dialogszenen die Handlung vorantreiben. Hier sind es die Computerspieler, die einen Online-Charakter nach ihrem eigenen Bild erstellen und dann eine Rolle in der Handlung der Serie übernehmen können.
Die durch die Spieler erzeugten Handlungen und Entscheidungen werden dann filmisch aufbereitet, durch das System an die bereits vorgeschriebene Handlung angepasst und an passenden Stellen eingefügt. Die Story wird also für die durch Spielerinteraktion entstandenen Szenen „Lücken“ haben.
Da die durch die Spieler generierte Handlung nicht vorhersehbar ist, gibt es eine Auswahl an weiterführenden Handlungspfaden, die durch den jeweiligen Ausgang der Spielerinteraktion bestimmt werden können. Durch ein geschicktes Zuspitzen dieser Pfade, wird die Interaktivität der Spieler im Rahmen einer interessanten Gesamthandlung gehalten.
Die Storylücken lassen den Regisseuren Handlungsspielraum um stetig Situationen zu schaffen, in denen neue Spieler in die Serie einsteigen können. Spieler sollen so die Möglichkeit haben auch in späteren Episoden noch einzusteigen und bis zum Hauptdarsteller aufsteigen zu können.
Jeder Mensch verkörpert eine bestimmte Rolle. In virtuellen Welten, wie wir sie in online Rollenspielen finden, ist dieser Aspekt ein wichtiger Bestandteil der Avatargestaltung. Geschichten haben deshalb mehr Potential als nur Beiwerk in einem Ego-Shooter zu sein. Sie erklären, sie machen begreifbar, sie erlauben uns nachzufühlen und in andere Sichtweisen zu schlüpfen. Geschichten sind ein Instrument die Welt zu ordnen und begreifbar zu machen.
