GAMECAST inspiriert neuen Studiengang an der Hochschule Mittweida

Von: Tina Straßburger

am: Donnerstag, Juni 30, 2011 at 02:01
Medieninformatik & Interaktives Entertainment

Die Medien- und Videospielebranche sucht händeringend nach Fachleuten wie Game Developer, 3D-Designer oder Administratoren für ihre Informationssysteme. Voraussetzung für eine erfolgreiche Berufskarriere in der virtuellen Welt ist allerdings eine fundierte Ausbildung, die ab dem Wintersemester 2011/12 an der Hochschule Mittweida geboten wird.

 

Der neue Studiengang „Medieninformatik und Interaktives Entertainment“ kombiniert die Kernkompetenzen der  Studienfächer Medientechnik und Medienmanagement mit Informatik. Im Mittelpunkt des praxisnahen Studiums stehen neben Web-Plattformen und Social Media vor allem Videospiel und Animation. Die notwendigen Fertigkeiten werden bislang fast ausschließlich an privaten Ausbildungseinrichtungen vermittelt, die zumeist mit üppigen Gebühren verbunden sind. An der Hochschule Mittweida stehen dagegen ab Ende September dieses Jahres 50 kostenfreie Studienplätze zur Verfügung. Interessierte sollten sich daher möglichst schnell bewerben.

 

Inhalte des Studienganges

Die Studenten wählen bereits im zweiten Semester eine der zwei angebotenen Spezialisierungen, nachdem sie sich im ersten Semester mit Medien- und Informatikgrundlagen vertraut gemacht haben. In der Vertiefungsrichtung „Kreatives Design“ geht es vor allem um die inhaltliche Entwicklung von interaktiven Medienangeboten sowie Dramaturgie, Konzeptzeichnungen, aber auch Game Design und 3D Modellierung. Im zweiten Bereich „Programmierung“ beschäftigen sich die Studierenden mit der Entwicklung, Pflege und Administration von Computerspielen, Softwaresystemen und Informationssystemen.

 

Berufschancen

Die Absolventen des neuen Studiengangs „Medieninformatik und Interaktives Entertainment“ haben beste Berufsaussichten in der Videospieleindustrie und Medienbranche. Je nach Spezialisierung werden sie später als Game Developer, Medieninformatiker, Administratoren für Informationssysteme, 3D-Designer, Game Designer oder z.B. im Online Marketing gute Berufschancen vorfinden. Durch das praxisnahe Studium werden so die Studenten bestens auf die neuen Medien vorbereitet und mit einem breiten Grundwissen für die spätere Berufskarriere ausgestattet.

 

Hintergrund

An der traditionsreichen Hochschule Mittweida wurden bereits in den 1990er Jahren erfolgreich praxisnahe Medienstudiengänge eingeführt. Das „Mittweidaer Modell“, das gleichsam fundierte theoretische und praktische Ausbildung umfasst, wurde zum Vorbild für ähnliche Studienangebote im In- und Ausland. Mit dem neuen Studiengang wird den veränderten Anforderungen der Videospieleindustrie und der Medienbranche Rechnung getragen, stellt Prof. Dr.-Ing. Robert J. Wierzbicki, Leiter der Fachgruppe Ambient Media an der Hochschule Mittweida heraus: „Heute sehen wir die meisten Firmengründungen im Medienbereich im Web. Dafür brauchen wir kreative Köpfe, die mit den neuen völlig veränderten Gesetzmäßigkeiten der Sozialen Netzwerke und des Internet umgehen können. Medienschaffende die verstehen, wie man im Internet Menschen begeistert und interaktiv unterhält. Menschen, die wissen wie man in Zeiten des versagenden Kopierschutzes trotzdem Geld verdienen kann, wie es uns soziale Netzwerke wie Facebook oder kostenlose Onlinespiele beweisen.“

 

"Waren es vor 15 Jahren die Fähigkeiten des Ingenieurs, die dem Medienschaffenden vermittelt werden mussten, dann sind es heute im Internetzeitalter die Kenntnisse im Bereich Programmierung. Das Internet fordert jetzt von den Studenten ein viel höheres Maß an kreativen Fähigkeiten und technischen Kenntnissen, die in diesem Studiengang vermittelt werden", so der zuständige Studiendekan Prof. Dr.-Ing. Wilfried Schubert.

 

Den Anstoß für die Einführung des neuen interdisziplinären Studiengangs „Medieninformatik und Interaktives Entertainment“ zwischen der Fakultät Medien und der Fakultät Mathematik/Naturwissenschaften/Informatik gab die gemeinsame Forschungstätigkeit bei der Entwicklung interaktiver Animationsfilme und virtuellen Filmsets.

 

 „Wir haben sehr tiefgreifende Erfahrungen mit den Produktionsabläufen in den neuen Medien gesammelt, welche teilweise vollkommen anders sind als bei den klassischen Medien. Hier entsteht etwas Neues nur aus der Kombination von technischen Fachleuten mit kreativen Köpfen, die für spannende Inhalte, Designs und Storys sorgen“, versichert Professor Wierzbicki. „Im Sinne der praxisbezogenen Ausbildung in Mittweida werden die Studenten in diesem Studium die Chance haben, diese Arbeitsabläufe in praxisnahen Projekten anzuwenden - nur dass es sich hier nicht mehr um den eigenen Radiosender, sondern die eigene Webplattform oder das eigene Videospiel handelt.“

 

Mehr Informationen gibt es hier: http://www.hs-mittweida.de/miie

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